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Die Wallfahrtskirche Pöllauberg

Veröffentlicht: 15/10/2002

Baubeschreibung

Maria Pöllauberg Die Wallfahrtskirche liegt unterhalb der alten Kapelle auf schmalem Bauplatz an dem nach drei Seiten steil abfallenden Berg, so dass sie nach Westen, Süden und Norden über den Berg heraus gebaut werden mußte, wobei dem Westportal (Hauptportal) 18 Stufen vorgelegt wurden. Wahrscheinlich geht auch die zweischiffige Anlage vor allem auf diesen Platzmangel zurück. Die langgestreckte Kirche, über deren Seiten nur die schlanken Strebepfeiler und eine polygone Schneckenstiege hervortreten, schließt nach Osten mit einem dreischiffigen Chor mit Drei-Achtel-Abschluß.

 

Die Westfassade ist zum größten Teil aus Hausteinen hergestellt. Über dem Hauptportal, das von zwei parallellaufenden Hohlkehlen umrahmt ist, die in Abständen durch Baldachine belebt sind, befindet sich ein durchbrochener Wimperg, der von einem Giebel mit Maßwerkeinblendung und Fialen in voller Ausbildung überdacht wird. Darüber sind zwei Reihen Blendarkaden, die eine mit schmalen Fensterfeldern, die zweite mit drei brei- ten Blenden mit Maßwerk, Giebel und Fialen. Diese Mitte der Westfront wird überhöht von einem 1678 erbauten kleinen barocken Turm, der nach dem Brand von 1674 an die Stelle des gotischenTurmes trat, mit einem 1872 aufgesetzten Turmkreuz. Die übrigen Außenwände aus unverputzte m Bruchstein werden nur ab der Süd- und Ostseite von den schlanken, mit schönem Maßwerk gefüllten Fenstern belebt. Die Gesamtlänge der Kirche beträgt über 37 m, die Breite fast 14 m.

Grundriss

Grundriß (nach W. Buchowiecki). In seiner Verbindung von der Zweischiffigkeit im Langhaus zur Dreischiffigkeit im Chor stellt der Grundriß eine Weiterentwicklung gegenüber der Wallseerkapelle in Enns (OÖ) dar. Die Pfeiler-Stellung ermöglicht ein Umschreiten des Hochaltares mit dem Gnadenbild durch die Wallfahrer und die Anzahl der Stützen (7!) weist Bezüge zur Mariensymbolik auf.

Der Innenraum>>

Letzte Aktualisierung: 15/10/2002 16:02:01
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